Ein spannender Tag bei der Geißbockbahn      oder  

Dunkle Wolken, Regen und strahlende Gesichter

 

Was mit dunkeln Wolken und Regen in Ravensburg begann, wurde zu einem tollen Klassenausflug mit einem sehr herzlichen Herr Knorr – Triebwagenführer der Geißbockbahn und Blicke hinter die Kulissen,  die gewöhnliche Bahnreisende normalerweise nicht zu Gesicht bekommen.

Die Klasse Ü4 der Grünkrauter Grundschule wartete an einem verregneten Herbstmorgen in Ravensburg am Bahnhof auf die heranfahrende Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB). Pünktlich fuhr sie in den Bahnhof ein. Wie sich im späteren Gespräch mit Herrn Knorr herausstellte ist die BOB praktisch immer pünktlich, außer die großen Anschlusszüge haben Verspätung. Dann wartet die BOB brav, um auch diese Fahrgäste mitzunehmen.

Schon auf der Fahrt nach Friedrichshafen wurde der Zug – genau gesagt der Triebwagen – unter die Lupe genommen und die Schilder entlang der Schienen genau verfolgt. Voll Verwunderung nahm sich genau unser Triebwagenführer, der uns in Ravensburg „abholte“, für uns Zeit. Bei der Ankunft in Friedrichshafen Stadt erfolgte ein Fahrerwechsel und Herr Knorr und Frau Kögl, die Fahrplankoordinatorin begrüßten uns.

Wir durften gemeinsam mit Ihnen, unweit vom Bahnhof entfernt, das Betriebshofgebäude der BOB genau unter die Lupe nehmen.

Von der mobilen Waschanlage über Gespräche mit Herrn Wegener, zuständig für den gesamten Bereich der Reparaturen, bis unter das Triebfahrzeug in der Grube -  Herr Knorr nimmt sich mit einer seelenruhe und wahnsinniger Geduld, Zeit für uns und zeigt uns alles und jeden. Egal ob Fragen zum Fahrzeug, Reparatur und Wartungsabstände wir erfahren alles. In eine „Zug“ passen etwa 100 Personen, in manchen ist auch eine Toilette. Die  BOB pendelt von  Friedrichshafen bis nach Aulendorf, macht aber für größere Wartungen auch Fahrten außerhalb dieser Strecke.

Insgesamt hat die Bodensee-Oberschwaben-Bahn elf Haltestellen. Der absolute Höhepunkt war aber…

als uns Herr Knorr  in die Kabine vom Lokführer  führte  und uns alle Knöpfe erklärte. Danach  öffnete sich das große  Garagentor und wir durften mit unserer BOB ganz langsam hinausfahren.

Herr Knorr telefonierte nach Karlsruhe ins Stellwerk, damit dort jemand über den Computer die äußere Weiche für uns umstellt. Dann konnten wir hinausfahren. Die erste Weiche auf dem Werkstattplatz mussten wir noch von Hand umstellen. Nach einer kurzen Fahrt gings dann wieder zurück in die Wartungshalle.

Nach einer herzlichen Verabschiedung traten wir miit strahlenden Gesichtern und viel neuem Wissen mit der BOB wieder den Heimweg an.

Einen herzlichen Dank gilt allen, die einen solchen Blick hinter die Kulissen ermöglicht haben.

 

weitere Bilder: hier

 

Klasse Ü4